Anmeldeschluss verschoben auf den 01.12.2019!

Berufsschulreligionsunterricht 4.0

religiöse Bildung in einer digitalisierten Welt

Digitalisierung ist allgegenwärtig: im privaten Bereich, in der Politik, in der Arbeitswelt und auch in der (Berufs-)Schule. Insbesondere die Entwicklungen hin zur Industrie 4.0 bzw. zur Arbeit 4.0 bedingen, dass digitale Techniken auch in der beruflichen Bildung angemessen vorkommen müssen.

Die Digitalisierung ist eine der großen pädagogischen Herausforderungen der Zukunft. Dabei spielen nicht nur didaktische Überlegungen zum pädgogisch sinnvollen und innovativen Einsatz digitaler Medien im Religionsunterricht an beruflichen Schulen eine Rolle. Gerade für Auszubildende ist der Umgang mit digitalen Techniken in ihren jeweiligen beruflichen Handlungsabläufen ein wichtiger Inhalt des Lernens. Es gibt jedoch auch kritische Stimmen zur Digitalisierung, die sich z.B. um das angemessene Verhältnis von Mensch und Technik sorgen oder den pädagogischen Nutzen eines „digitalen“ Unterrrichts anzweifeln. Darüber hinaus wird grundsätzlich angefragt, ob der (Berufsschul-)Religionsunterricht nicht analog besser sei, weil es dort auf das kollaborative Lernen, den Austausch untereinander und die eigene Reflexion ankomme.

Der 3. BRU-Bildungskongress greift diese Fragen in Vorträgen, Foren und digital arrangierten Lernsettings auf. Lassen Sie sich anregen zu einer kritischkonstruktiven Diskussion rund um die Digitalisierung. Wir würden uns sehr freuen, Sie in Mainz begrüßen zu dürfen!

Reinhold Boschki, Klaus Kießling, Michael Meyer-Blanck, Friedrich Schweitzer

PROGRAMM

DONNERSTAG, 05.12.2019

09:30 Ankommen bei Kaffee und Tee
Digitales Warming Up

10:00 Begrüßung und digitale Einstimmung
Prof. Dr. Friedrich Schweitzer, Tübingen
Mitarbeitende von rpi-virtuell.net


10:15 BERUFSSCHULE 4.0
Zu den Herausforderungen der Digitalisierung für den Berufsschulreligionsunterricht
Prof. Dr. Ralf Lankau, Offenburg
Diskussion in Kleingruppen und im Plenum

11:15 PAUSE

11:30 WIE VIEL DIGITALISIERUNG BRAUCHT DER BRU?
Panel mit Expert*innen aus Pädagogik, Schulaufsicht, Dualem Partner und E-Learning
Prof. Dr. Volker Ladenthin, Bonn
Klaus Lorenz, KM Baden-Württemberg
Dr. Axel Fuhrmann, Geschäftsführer Handwerkskammer Düsseldorf
Prof. Dr. Frank Thissen, Hochschule der Medien Stuttgart

Moderation: Prof. Dr. Michael Meyer-Blanck

12:30 Mittagspause mit Imbiss

13:30 FOREN ZUR DIGITALISIERUNG

15:00 PAUSE

15:15 RELIGIÖSE KOMMUNIKATION UND DIGITALE MEDIEN
Herausforderungen für den Religionsunterricht an beruflichen Schulen
Prof. Dr. Ilona Nord, Würzburg

15:45 DIGITALER SCHLUSSAKKORD –
ein digitaler Überraschungsgast

16:25 Verabschiedung mit Reisesegen
Prof. Dr. Reinhold Boschki, Tübingen
Prof. Dr.
Klaus Kießling, Sankt Georgen

16:30 ENDE

FOREN

1 Mehr als nur Tools - Den Religionsunterricht digital transformieren
Andreas Ziemer, PTI Drübeck
Manche sehen in den Digitalisierungsprozessen eine Verheißung, für andere sind das Schreckensszenarien. Das macht auch vor der Ausbildung und dem BRU nicht halt. Das Forum prüft, wie sich durch digitale Lernarrangements die angestrebten Kompetenzen passgenauer ausdifferenzieren lassen und in welchen Szenarien analogen Lernformen der Vorzug zu geben ist.
2 Learners as Designer im Religionsunterricht
Prof. Dr. Frank Thissen, HdM, Stuttgart
Schülerinnen und Schüler erstellen ihre eigenen Lehrmedien und setzen sich dabei intensiv mit einer bestimmten Thematik auseinander. Sie diskutieren, sortieren, ordnen, formulieren und reflektieren.
Der Learners as Designers-Ansatz (Lehr-Lernen) von David Jonassen bekommt im Zeitalter der mobilen Medien eine besondere Bedeutung, denn die Erstellung von Lehrvideos, eBooks und Wikis ist so einfach wie nie zuvor.
Der Workshop zeigt anhand von Beispielen die Möglichkeiten dieser Methode sowie aktuelle Forschungserkenntnisse und stellt Werkzeuge zum Einsatz in der Schule vor.
3 Religionspädagogische Vernetzung mit rpi-virtuell für den BRU
Jörg Lohrer, rpi-virtuell
Lehren und Lernen verändern sich in einer Kultur der Digitalität.
Vernetzung, Kooperation und Öffentlichkeit bestimmen zunehmen persönliche Lernumgebungen.
Im Forum werden innovative Werkzeuge, Personen und Projekte vorgestellt und können erprobt und kennengelernt werden.
Von Materialrecherche für den BRU über Blogs von engagierten Lehrenden bis hin zu offenen und öffentlichen Fortbildungsangeboten für Lehrende gibt es in diesem Forum zahlreiche Entdeckungen zu machen, die sich sowohl für die Praxis als auch die Weiterentwicklung des BRU eignen.
4 Digitale Medienkompetenz für Lehrerinnen und Lehrer - Impuls zur Mediennutzung
Prof. Dr. Oliver Ruf, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg,
Theresa Kiefer, Hochschule Furtwangen,
Dr. Alexandra Wörn, EIBOR
So gut wie jeder kann es an sich selbst beobachten: Wer morgens aufwacht, greift in den meisten Fällen zu seinem Smartphone – sei es, um den Wecker auszuschalten, um sogleich Nachrichten zu lesen, oder um nach dem Wetter zu sehen. Diese Aufzählung ließe sich beliebig fortführen. Und sie potenziert sich erfahrungsgemäß, wenn es um Kinder und Jugendliche geht, die über ein Smartphone verfügen, das aus deren Alltag und Leben nicht mehr wegzudenken ist. Aus diesem Befund mit Blick auf Schulunterricht und Klassenzimmer ein Verbot von Smartphones abzuleiten, ist genauso falsch, wie daraus für ein Fach Medienkunde zu plädieren. Vielmehr steht jede Lehrerin und jeder Lehrer heute vor der Herausforderung, auf Präsenz und Dominanz von digitalen Medien bei Schülerinnen und Schülern zu reagieren.
Wie kann der Umgang mit diesen in der Schule gelingen? Das Forum möchte dazu einen Impuls zu Medienkompetenz- und Mediennutzungserfordernissen von Lehrkräften anbieten sowie gleichzeitig ein eigens entwickeltes eBook (ein Projekt aus der Medienpraxis) vorstellen.
5 Ethik für das digitale Leben
Margit Metzger, PTZ Stuttgart,
Christina Krause, EIBOR
„Ich habe doch nichts zu verbergen?!?“ – So argumentieren viele Menschen und übersehen dabei sowohl den Wert ihrer eigenen Privatsphäre als auch die möglichen weitreichenden Folgen ihrer digitalen Kommunikation. Im Forum werden deswegen diese und andere grundlegenden medienethischen Überlegungen als ethische Themen für den Religionsunterricht aufgegriffen. Kurzfilme unterschiedlicher Genres zum Datenschutz, die im Unterricht diese Fragen auf den Punkt bringen können, eine Einführung in die „Digitale Ethik“ sowie Hinweise auf weitere Unterrichtsmodule zum Themenkreis werden zur Sprache kommen. Gemeinsam überlegen wir auf dieser Grundlage, wie Jugendliche und junge Erwachsene dazu angeregt werden können, ihre eigenen Medienpraxis zu reflektieren und bewusster eigenständig zu gestalten.
6 Digital trauern
Dr. Monika Marose, bibor
Computer-mediatisierte Kommunikationen eröffnen neue Wege zur Visualisierung des Umgangs mit Tod und Trauer. Im Rahmen des Workshops werden Chancen, Herausforderungen und Grenzen der Nutzung digitaler Medien angesichts existentieller Verlusterfahrungen thematisiert und im Kontext der Arbeitswelt reflektiert.
7 Remember / Erinnerungslernen im Netz
Rebecca Nowack, Stefan Lemmermeier, Burkard Hennrich, KIBOR
Erinnerung an den Holocaust ist in erster Linie Gedenken der Opfer der Katastrophe. Doch Erinnerung ist immer auch auf die jeweilige Gegenwart bezogen, denn sie sensibilisiert uns heute für die Fragen des Umgangs mit Juden und anderen in unserer Gesellschaft. Der neu aufkommende Antisemitismus in der Öffentlichkeit, in den Medien und leider auch in Schulen ist dabei ein zentrales Problem.
Im Workshop wollen wir die Herausforderungen der Lehrerinnen und Lehrer beim Unterrichten des Themas Holocaust im Religionsunterricht diskutieren, die in einer internationalen Studie zu Wort kommen. Anhand einiger digitaler Zugänge zum Thema Erinnerungslernen soll überlegt werden, ob bzw. wie die digitalen Angebote die Unterrichtenden in ihrem Anliegen unterstützen, die Erinnerung an den Holocaust auch nach der Zeit der noch lebenden Zeitzeugen hochzuhalten.
Nicht weniger wichtig ist die Diskussion über den sich neu ausbreitenden Antisemitismus der sich v.a. der neuen Medien bedient. Hier ist der RU herausgefordert, durch Förderung einer kritischen Medienkompetenz gerade dieser digitalen Dimension der Judenfeindschaft entgegenzutreten.
Ganz im eigentlichen Sinne eines Werkstattgesprächs soll nach dem informativen Input der Erfahrungsaustausch und das gemeinsame Arbeiten am Thema im Mittelpunkt stehen.
8 Unterrichtsmaterial „Mensch 4.0“
David Hummel, Markus Kämmerling, Simone Hiller, KIBOR
Mensch 4.0 – Digitalisierung betrifft unser Menschsein. Gelingendes Leben, Freiheit, Tod, Identität, Geist, unser Streben nach Glück, Werte und die Frage, wie weit wir Maschinen in unser Leben lassen, müssen in einer digitalisierten Welt neu überdacht, gestaltet und vielleicht geschützt werden. Das betrifft Privatleben, Beruf und Gesellschaft. Der dazu vom KIBOR in Kürze bei V&R erscheinende Band mit Unterrichtsmaterialien versteht die Herausforderungen der Digitalisierung als produktive Anfrage an das christliche Menschenbild, das es in diesem Horizont neu zu bedenken gilt. Er setzt nicht auf vorgefertigte Antworten, sondern will im Sinne der Kompetenzorientierung Schülerinnen und Schüler bzw. Auszubildende dazu befähigen, sich selbst im Horizont der digitalen Wende zu verorten. Im Workshop werden Materialien für die Praxis vorgestellt, ausprobiert und kritisch diskutiert. Teilnehmende in jedweder Nähe oder Distanz zu Digitalisierung, berufliche Frischlinge wie alte Hasen sind willkommen.

WEITERE INFORMATIONEN

EINGELADEN SIND
alle Lehrkräfte im Fach Religion an Beruflichen Schulen, Multiplikator*innen und Verantwortliche in Kirchen, Schulen, Ministerien, Schulverwaltung und der beruflichen Fort- und Weiterbildung sowie alle am Thema Interessierte.

ANMELDUNG
Ihre Anmeldung erbitten wir bis zum 15.11.2019 (verlängert bis zum 01.12.2019) über das unten stehende Anmeldeformular.

KOSTEN
Für die Teilnahme am Kongress erheben wir einen Eigenbeitrag in Höhe von 30,00 €. Darin sind die Kosten für den Kongress, die Tagungsmappe sowie einen Imbiss am Mittag enthalten.
Diesen Betrag überweisen Sie bitte vorab, spätestens bis 18.11.2019 auf folgendes Konto:

Universität Tübingen
Kreissparkasse Tübingen
IBAN DE13 6415 0020 0000 0130 04
BIC SOLADES1TUB

als Verwendungszwecks bitte unbedingt angeben:
Vorname Nachname
PSP-3101006801
Fonds 3910

Eine Teilnahmebescheinigung und Quittung erhalten Sie vor Ort im Tagungsbüro.

ANREISE & VERANSTALTUNGSORT
Die Anreise gestalten Sie selbst. Ab Reutlingen besteht die Möglichkeit einer gemeinsamen Anreise per Bus. Weitere Informationen dazu erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung.

Erbacher Hof
Akademie und Tagungszentrum des Bistums Mainz
Grebenstraße 24
55116 Mainz
http://www.ebh-mainz.de/
Eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie im Bereich „Service“ auf der oben genannten Homepage.

FLYER
Hier gibt es den Flyer zum Download.


ANMELDEFORMULAR

Die Anmeldung ist geschlossen.

VERANSTALTENDE INSTITUTE

bibor
Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Meyer-Blanck, Prof. Dr. Andreas Obermann & Team
Am Hof 1
53113 Bonn
Tel.: 0208 – 735427
E-Mail: info@bibor.uni-bonn.de
www.bibor.uni-bonn.de

EIBOR
Prof. Dr. Dr. h.c. Friedrich Schweitzer, Dr. Hanne Schnabel-Henke & Team
Liebermeisterstraße 12
72076 Tübingen
Tel.: 07071 – 2977487
E-Mail: sekretariat@eibor.uni-tuebingen.de
www.eibor.uni-tuebingen.de

KIBOR
Prof. Dr. Reinhold Boschki, PD Dr. Matthias Gronover & Team
Liebermeisterstraße 12
72076 Tübingen
Tel.: 07071 – 2975087
E-Mail: kibor@kath-theologie.uni-tuebingen.de
www.kibor.uni-tuebingen.de

Phil.-Theol. Hochschule Sankt Georgen
Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Kießling
Offenbacher Landstraße 224
60599 Frankfurt am Main
Tel.: 069-6061-288
E-Mail: kiessling@sankt-georgen.de
www.sankt-georgen.de/rp-pps

EIBOR
KIBOR